Stadtnachricht

Hermann-Hesse-Bahn: Tunnel-Anstich in Ostelsheim


Der Bau des Bahntunnels in Ostelsheim geht in die heiße Phase. Kürzlich fand der sogenannte Anschlag für das 498 Meter lange Bauwerk statt. Mit dabei waren unter anderem Verkehrsminister Winfried Hermann und die Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder. Sie beobachteten begeistert mit den vielen anderen Gästen, wie Tunnelpatin Iris Riegger den „Spatenstich“ mit dem Bagger über die Bühne brachte.

Der Neubau des Tunnels zwischen Ostelsheim und Weil der Stadt ist die größte Einzelmaßnahme im Rahmen des Projektes Hermann-Hesse-Bahn und Kernstück der reaktivierten Strecke und soll voraussichtlich bis August 2022 fertiggestellt werden. Durch den neuen 498 Meter langen Tunnel wird die sogenannte Hacksbergschleife mit über drei Kilometern Fahrstrecke abgekürzt, was die Fahrzeit der Hermann-Hesse-Bahn deutlich verkürzt. Diese Zeiteinsparung ist für den optimalen Betriebsablauf im Halbstundentakt mit zwei Fahrzeugen nötig.

Verkehrsminister Winfried Hermann ist bekennender Fan der Hermann-Hesse-Bahn. Das Projekt diene etlichen anderen Vorhaben in Baden-Württemberg zur Reaktivierung stillgelegter Schienenstrecken als Vorbild und Ansporn. Für den Calwer Landrat Helmut Riegger ist der Tunnelbau ein Meilenstein. „Die Hermann-Hesse-Bahn ist ein großer Fortschritt in der Mobilität im Landkreis Calw.“ Auch für Menschen, die den Nordschwarzwald zur Naherholung nutzen wollen oder in der Region Urlaub machen, schaffe man die Möglichkeit, unkompliziert und umweltfreundlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen.

Bereits seit drei Jahren wird an verschiedenen Stellen entlang der Trasse gearbeitet und die Inbetriebnahme der Hermann-Hesse-Bahn vorbereitet. So wurden unter anderem in Calw und Weil der Stadt zwei neue Eisenbahnüberführungen gebaut. In den beiden Bestandstunneln Hirsau und Forst haben 2020 die Sanierungsarbeiten begonnen.